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Unterschied Betrieb am Boden
Ein Nachteil der leichten Kunststoffseile ist, dass das Seil leichter von Motorsegelern etc. beim Überrollen angesaugt werden kann. Das Seil ist so leicht, dass es nach dem Auslegen auf den Grashalmen liegen bleibt. Wir haben immer dafür gesorgt, dass vor dem Kreuzen der Motorsegler die Strecke frei von Kunststoffseilen war. Ob das Seil wirklich von einem Propeller „angesaugt“ wird, wissen wir nicht. Ausprobieren wollten wir es aber auch nicht.
Plätze mit deutlichen Erhebungen in der Schleppstrecke sind für Kunststoffseile weniger geeignet, weil das Seil beim Anschleppen an der Erhebung scheuert. Wir haben eine minimale Erhebung in unserer Schleppstrecke, die ca. 3 m über die direkte Verbindung Start-Winde hinaus ragt. Einen zusätzlichen Verschleiß konnten wir durch diese Kuppe allerdings nicht feststellen.
Im Gegensatz zu den Landauern konnten wir nicht beobachten, dass bei Crosswind das Seil am Boden vom „Winde verweht“ wurde. Wir haben nach dem Auslegen kein Seil am Boden verzurrt, sondern immer nur den Schirm am nicht schleppenden Seil ausgehängt.
Der Seilrückholwagenfahrer muss genaueste Übersicht über seine Fahrtstrecke haben, da er das Seil nicht in einem Bogen ausfahren darf. Hier passiert es sehr leicht, dass das kurvenäußere Seil sich über das innere legt. Also: immer schön geradeaus fahren, so wie man es gelernt hat.
Ein sehr wesentlicher Vorteil ist die leichte Handhabbarkeit der Kunststoffseile am Boden. Das Kunststoffseil wiegt statt 120 kg nur 16 kg und kann im ausgezogenen Zustand statt von zwei bis drei mittelkräftigen Segelfliegern beim Stahlseil von einem 10 jährigen Kind gezogen werden (Onno hat mir das gestern noch mal am Telefon bestätigt).
Die Verletzungsgefahr bei ausgerissenen Kardeelen entfällt ebenfalls bei Kunststoffseilen.
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