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Waren über dem Jura die Arbeitshöhen
über Grund sehr gering, so standen jetzt Schauer großer Ausprägung einem Flug
an den Westhängen des Schwarzwaldes entgegen. Also führte der Weg über die
östlichen Ausläufer mit durch Lee-Effekte zerrissener Thermik bis unter den
Stuttgarter Luftraum C. Dort zwang ein massiver Schauer zur Landung gegen 17.00
Uhr.
Jetzt erst begann der eigentlich
spannende Teil des Flugabenteuers: das Segelfluggelände Wildberg war wie
verlassen, extrem nass und für einen Wiederstart zu kurz. Also blieb nur die
Übernachtung im Ort und die telefonische Information für den Rückholer.
Bis dieser am nächsten Abend
ankommen würde war viel Zeit. Mit eingeschränktem segelfliegerischem Denken war
am Morgen die Devise: „Schauen wir uns doch den nahe gelegenen Flugplatz Wächtersberg
an, auf dem wir eher hätten landen sollen“. Pünktlich zum Briefing trafen die
wandernden Braunschweiger Piloten ein, berichteten kurz von der Situation und
erhielten prompte und unerwartete Unterstützung: Würde man bergab im F-Schlepp
starten, nur einsitzig und mit eigener Motorunterstützung fliegen, sollte ein
Start risikoarm möglich sein. Der Vorsitzende Bernd Goller und viele
Vereinsmitglieder einschließlich des erfahrenen F-Schlepp-Piloten setzten
einige Stunden ihrer Zeit ein: gegen 13.00 Uhr erfolgte der Wiederstart von
Wildberg nach Wächtersberg und 45 Minuten später der F-Schlepp von dort mit
beiden Piloten und wieder vollgeladenem Janus in die nächste Thermik.
Der Rest ist kurz berichtet. Viel
thermisches Erfliegen der verbleibenden 430 km, etwas Motorhilfe und die D-KKMM
war nach fünf Stunden im Anflug auf Braunschweig.
Empfangen wurden die beiden
Piloten von einem erleichterten Rückholer, einer wieder entspannten Ehefrau und
einem verbleibenden Braunschweiger Aero-Club-Mitglied, denn mit einer Rückkehr
per Luft hatte niemand mehr gerechnet.
D-KKMM nach der Landung in BS
Der eigentliche Beitrag für den
fliegerischen Erfolg kam vom Wächtersberger Verein und damit geht der Dank der
Braunschweiger in Richtung Stuttgart. Von dort wurde das Gesamterlebnis erst
möglich gemacht und es bleibt zu hoffen, dass diese Hilfsbereitschaft den
Luftsport weiterhin auszeichnet.
(Einige weitere Fotos zu diesem Bericht findet ihr in unserer Bildergalerie!)
CP, FH, RR
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