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16. Runde (8./9. August)
Ausdauer und Geduld waren unabdingbare Voraussetzungen für extrem spät beginnende Streckenflüge, die 11 Punkte und Platz zehn in der 16. Runde der 2. Segelflug-Bundesliga für den Aero-Club erbringen.
Ein hoch komplexes Wochenende mit langen Wartezeiten für die Startoptionen liegt hinter den Bundesligapiloten unserer Segelfluggruppe.
Am Samstag trafen sich Knud, Hayung, Rainer und Rolf, um bei halbwegs akzeptablen Thermikvoraussagen in das Geschehen um Punkte eingreifen zu können. Doch wie häufig gerade an den Wochenenden wollte sich die Thermik scheinbar überhaupt nicht entwickeln und so hatten wir den Samstag eigentlich schon innerlich abgeschrieben.
Daher nutzten wir die Zeit, um in der legendären SB 10 der Akaflieg, die sich seit einigen Jahren in privater Hand einiger Flugbegeisterter befindet, unter Federführung von Michael Preß und unserem Caruso mitzufliegen. Dieses einmalige Erlebnis wurde dann noch von Marcus gesteigert, der am Sonntag dieses monströse Flaggschiff, das im Juli 1972 seinen Erstflug absolvierte, vom vorderen Sitz aus mit Caruso fliegen durfte. Den Jüngeren unter uns dürfte sicher nicht geläufig sein, dass das Urgestein der deutschen Segelflugszene, Hans-Werner Grosse, mit der SB 10 zur damaligen Zeit Weltrekordflüge in Australien absolvierte.
Michael Preß von der Akaflieg und Knud sind mit der SB 10 startklar.
Als Philipp vom LSV gegen 14.30 Uhr mit der LS 4 aufstieg und unter einem restlos cirrenverhangenen Himmel oben blieb, brachten Rolf und Knud mit Co Dennis ihre Maschinen in Startposition. Sie glaubten zu diesem schon sehr späten Zeitpunkt nicht wirklich mehr ein einen machbaren Bundesligaflug.
Beide Piloten starteten gegen 15 Uhr und wurden dann erfreulicherweise doch noch mit einem sehr erlebnisreichen Streckensegelflug von gut drei Stunden und Basishöhen um 1800 Metern belohnt. Die Flüge gingen bei immer besser werdenden Segelflugbedingungen in die Zentralheide und gegen 18 Uhr wieder zurück zum Segelflugzentrum Braunschweig-Waggum. Rolf flog im engen Team mit Philipp, der sich gerade an diesem Wochenende erneut mehrfach anhören musste, dass er doch im „falschen Verein“ sei, und kommunizierte eng mit Knud aufgrund der doch im Raum stehenden Wetterverschlechterung, die einen erfolgreichen Heimflug nach Waggum abzuschneiden drohte.
So kamen von beiden Piloten, die wie häufig mit dem Duo und der LS 4 auf Strecke waren, erfreuliche 90,55 km/h und 76,90 km/h in die Wertung. Der Flug von Rainer über 70 Kilometer reichte leider nicht, um an diesem Samstag die Mannschaft zu komplettieren.
Und so blieb nur die Hoffnung, am Sonntag noch einen dritten erfolgreichen Bundesligaflug nachzuschieben, was auch mit einem nicht unerheblichen Aufwand durch „unseren Philipp“ gelingen sollte.
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