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Was tun im
Winter?
Museumsbesuch
auf der Wasserkuppe
Was macht
man in der Wintersaison? Man geht in die Werkstatt, lernt seltsame Abkürzungen
fürs Funkzeugnis auswendig, guckt sich schöne Bilder der Sommersaison an und
bemüht den Flugsimulator.
Oder man geht ins Museum. Letzteres haben
Yeti und ich Ende November mal wieder gemacht, erst in Oberschleißheim, wo die
Flugwerft und ein großer Teil der Luftfahrtabteilung des Deutschen Museums
untergebracht ist, und dann auf der Wasserkuppe, wo man, wie mir ein mir
nahestehender Segelflieger mitteilte, auf jeden Fall gewesen sein muss. Bevor
ich also ins beheizte Museum durfte, wurde ein kurzer Spaziergang zum
Segelfliegerdenkmal anberaumt, widrigster saukalter Winde zum Trotz, und nach
Besuch des alten Geiers darf ich mich nun auch Hadji schimpfen (oder eher
Hatschi, in diesem Falle).
Die
Wasserkuppe wurde bereits recht früh für erste Hüpf- und Gleitversuche
auserkoren, sanft abfallende Hügel zu allen Seiten und wenig bis gar kein hoher
Bewuchs machten sie zum geeigneten Ort. Spätestens seit den Rhönwettbewerben
ist sie untrennbar mit der Entwicklung des Segelflugs verbunden. Zum ersten
dieser Wettbewerbe wurde 1920 von 2 Darmstädter Studenten in der Zeitschrift
„Flugsport“ aufgerufen. Dessen Herausgeber Oskar Ursinus gefiel die Idee wohl
auch. Seitdem traf man sich hier alljährlich, um neueste Erkenntnisse und
Konstruktionen auszuprobieren, vorzustellen und vor allem sich auszutauschen,
so musste nicht jeder jeden Fehler selber machen, eine Tatsache, die mit
Sicherheit zur rasanten Entwicklung beigetragen hat. Jetzt aber schnell ins Warme. Der Eintrittspreis ist mit 3,- Euro ausgesprochen niedrig, denn man bekommt wirklich einiges zu sehen. Das erste, was mir ins Auge fällt im hölzernen Rundbau, dem alten Teil des Museums, ist der gewaltige Knickflügel (19 freitragende Meter) des „Reihers“, der an der Decke hängt, direkt dahinter wie ein etwas kompakterer Bruder mit 16m Spannweite die „Rheinland“, eine Konstruktion der "Flugwissenschaftliche Vereinigung Aachen" (FVA).
Die “Rheinland“
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