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12.08.2005
Und heute mal wieder ein paar Worte direkt aus England:
Hallo liebe Fliegerfreunde!
Fast eine Woche ist seit der letzten Email vergangen und es gibt wieder
einige Neuigkeiten, die wir mit Euch teilen wollen. Die Stimmung unter uns
ist sehr konzentriert für eine Juniorenmeisterschaft aber gut: Alle ziehen
an einem Strang.
Die
Eröffnungsfeier war insgesamt recht gelungen. Volksfestartige Stimmung kam
auf, als alle Teams nett angezogen mit Flaggen durch die Innestadt
marschierten und sich von den ca. 16 begeisterten Fans bejubeln liessen.
Auch wenn wir Deutschen im Ausland meistens nicht besondere Begeisterung
auslösen, so kam zumindest unsere Kleidung gut an (siehe Bild 1).
Der Rest des Abend nach dem Einmarsch war toll organisiert - es spielten
drei wirklich gute Bands und immer mehr lokale Bevölkerung kam hinzu. Leider
war es nicht 100% ausgelassen da ein fast sicherer Wertungstag bevorstand.
Das Deutsche Team hat sich dennoch sehr ehrenwert geschlagen - wir waren
trotz fliegen mit am längsten da.

Um Euch noch einen Eindruck davon zu geben, wie durchschlagend unsere
Charme-Offensive im Ausland ist, haben wir ein Bild von Heiko angehängt mit
dem er auf allen englischen Partnerbörsen wirbt: Netter Pilot vor
harmlos-hübsch wirkendem Blumenhintergrund ... (siehe Bild 2)
Betreut
werden wir von einem Duo mit dem taktischen Format eines Julius Caesar:
Rainer Wienzek und Peter Lackner machen uns hier Beine. Rainer kümmert sich
vor allem um organisatorische Belange, während Peter uns sportlich leitet.
Es war für uns Piloten zunächst recht ungewohnt so direkte Vorgaben zu
bekommen und abends sehr kritisch analysiert zu werden. Im Laufe der ersten
Wettbewerbstage haben wir uns aber daran gewöhnt. Wenn es unserem
gemeinsamen Ziel hilft, uns hier so gut wie möglich zu schlagen ... (Siehe
Bild 3: Peter vor der strategischen Kampfkarte)
Die Fliegerei in England unterscheidet sich (soweit wir das bisher wissen)
tatsächlich ein wenig vom fliegen auf dem Festland. Die Basishöhen bewegen
sich zwischen 600m und 1500m (das wäre dann ein Raketentag) über Grund. Die
Aufwinde zuverlässig zu treffen ist wichtiger als in good old Germany weil
man schlicht weniger davon durchgleiten kann bis man am Boden steht. Daneben
gibt es noch geografische Unterschiede in der Aufwindstärke - so haben es
beide Klasssen schon geschafft in Silverstone an der Rennstrecke um ein Haar
auf der Zielgeraden aufzusetzen. Hoffentlich bleibt uns dieser Einstieg ins
Renngeschäft in der nächsten Zeit noch verwehrt.
Um dieser Email einen persönlicheren Anstrich zu geben habe ich jeden der
Beteiligten einen kurzen Kommentar zu den ersten Wettbewerbstagen geben
lassen:
Heiko:
Soldat Braden, melde: Vertrete gehorsam das Vaterland!
Stefan:
ääääähm. Jaaaa. Also ... der Ball ist rund, das Tor ist eckig und das runde
muss in das eckige.
Der heutige Tag ist nach langem warten neutralisiert worden. Wegen
Zeitmangels und fehlender Inspiration haben wir es nicht vom Flugplatz weg
geschafft. Morgen soll aber noch ein Regentag kommen - und diesmal werden
wir vorbereitet sein! Im Moment tobt die Debatte ob wir "Tank Driving" für
45 Pfund machen sollen oder lieber Paintball spielen gehen. Ach ja ...
Kultur gäb's ja auch noch ... najaaa
Viele Grüße und bis bald wenn wir die nächsten Neuigkeiten haben!
Im Internet gibt es hin und wieder auch einige Bilder unter

www.worldgliding2005.com
www.c-kader.de
Heiko
Stefan
Bernhard
und Christoph
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