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Der erneute Ruf des „Berges“ und die spontane
Gastfreundschaft des FSC Hannover bringen uns Rang 13 und 8 wertvolle
Punkte.
Was für ein abenteuerlicher Samstag, gepaart mit vielen
unvorhersehbaren Unzulänglichkeiten, liegt hinter den Bundesligapiloten unserer
Segelfluggruppe. Es zeichnete sich schon im Vorfeld eindeutig ab, dass das
Wochenende keine Möglichkeiten zum thermischen Segelfliegen in unserer Region
würde hergeben können.
Am Sonntag ruhte erneut aufgrund des Starkwindes und
angekündigter Regenschauer jeglicher Segelflugbetrieb in Waggum.
Unser
„Stoiker“ Stefan kann auch in dieser prekären Situation in Bisperode-West noch ein überaus fotogenes Lächeln an den
Tag legen.
Daher gab es bei dieser eindeutigen und strammen
Westwindrichtung zum zweiten Mal in diesem Jahr nur die Alternative Ith und
somit das Segelfluggelände Bisperode-West als bekannte Startmöglichkeit. Am
Freitagabend konnten wir dort trotz mehrerer Versuche telefonisch keinen
Kontakt herstellen und dennoch machten wir uns somit am frühen Samstagmorgen
auf die gut 100 Kilometer lange Fahrt. Als wir dort ankamen, fand unser Team
einen völlig menschenleeren Segelflugplatz vor und daher schauten wir natürlich
völlig verdutzt aus der Wäsche.
Unser „Chefstoiker“ Stefan sowie Nico, der den Förderdiscus
dieses Mal mit 15 Metern Spannweite flog, setzten nun eine beispiellose
Telefonkette in Gang, um noch eine telefonische Anmeldung für den etwa 10
Kilometer südlicher gelegenen Segelflugplatz Hellenhagen hinzubekommen. Nachdem
von dort das erleichternde „Okay“ kam,
setzten sich unsere 4 Gespanne in Bewegung. In der hangaufwärts
gelegenen Ortschaft Bremke, die unmittelbar in nördlicher Richtung vor dem
Segelfluggelände Hellenhagen liegt, verfuhren sich zu allem Übel noch Stefan,
Markus und Rolf. Sie mussten anschließend die Segelflugzeugtransportanhänger
zur unabdingbaren Vornahme der Richtungskorrektur mühsam von ihren Fahrzeugen
abhängen.
Wenige
Minuten nach unserer Ankunft in Hellenhagen waren die Maschinen schon
aufgerüstet. Im Vordergrund ist die DG 300 von Markus zu sehen.
Kurz nachdem wir unsere Segelflugzeuge aufgebaut hatten,
wurden die Maschinen jeweils paarweise mit einem Traktor zur wesentlich höher
gelegenen Startstelle gezogen. Der talabwärts geneigte Start ist zudem äußerst
gewöhnungsbedürftig und erfordert die vollste Aufmerksamkeit. Für die vorherigen Mühen wurden Stefan, der abwechselnd mit
Joshua und Tobias im Duo flog, Rolf, Markus und Nico mit einem phantastischen
Flug aus Hangaufwind und auch teilweise guter Thermik belohnt. Aufgrund der
thermischen Möglichkeiten war trotz der nicht passenden Windrichtung der Sprung
vom Ith zum Wesergebirge problemlos möglich. Die schwierige Landung in diesem ungewohnten Terrain in
„Höllenhagen“ forderte allen Piloten am Ende noch absolute Konzentration ab. An dieser Stelle ist dem in Hellenhagen beheimateten FSC
Hannover noch ein großer Dank für die spontane Gastfreundschaft auszusprechen.
Das „Punktejagd-Ensemble“ aus Burgdorf betrat hier übrigens auch noch kurz nach
uns die Schaubühne und nach einer freundlichen Begrüßung unserer Gruppe nutzen
die Burgdorfer ebenfalls die Startoption am unmittelbaren Fuße des Iths.
Nachdem wir zuhause unsere Flüge online gestellt hatten,
stellte sich bei Markus leider noch eine ungültige Datei heraus, die dazu
führte, dass sein Flug mit 62 km/h trotz intensiver Interventionsbemühungen von
Nico sowie auch Rolf beim OLC-Reklamationsservice nicht in die
Bundesligawertung kommen konnte. Dieses nicht beeinflussbare Malheur kostete
uns zum Glück aber nur einen Punkt. Das ist aber dennoch ärgerlich genug, weil
somit 18 km/h für die Gesamtwertung verloren gegangen sind.
Somit besteht unser Team, das insgesamt 187,43 km/h
einflog, aus folgenden 3 Piloten:
Nicolas Seidl mit 77,84 km/h und Rolf Wagner mit 65,20
km/h sowie Stefan Faulhaber mit Joshua Arntz mit 44,39 km/h.
Der Sieg dieser 14 .Runde ging an die LSG Bayreuth mit
308,25 km/h und in der Gesamtwertung rückten wir durch diese wertvollen 8
Punkte auf Platz 12 mit nunmehr 95 Zählern auf der Habenseite.
Der Segelflugplatz Bisperode-West war übrigens verwaist,
weil der LSV Hameln derzeit sein alljährliches Sommerfluglager in Kyritz
durchführt.
Tiefliegende
Wolken und eine frühabendliche Stimmung verabschieden uns gegen 17.45 Uhr
vom Ith.
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